Rotierende
Teile erzeugen zentrifugale Kräfte. Normalerweise
ist die Summe dieser zentrifugalen Kräfte gleich
Null. Wenn dies nicht der Fall ist, erzeugt das
rotierende Objekt Vibrationen. Diese Unsymmetrie
tritt also auf, wenn das Zentrum der Rotation nicht
im Einklang mit dem Zentrum der Schwerkraft steht.
Vibrationen ziehen Lärm, Leistungsverlust und eine
Beschädigung der Bauteile mit sich.
Durch
die entstehenden Schwingungen der Kurbelwelle kann kein
konstanter Öldruck im Bereich Hauptlager und
Pleuellager aufrecht erhalten werden. Dadurch
entstehen Lagerschäden, bzw. kann es bis zur
Zerstörung des Objektes kommen.
Bearbeitet
werden bei HRC hauptsächlich Kurbelwellen von Motorrädern,
unabhängig von der Anzahl der Zylinder. Das
dynamische Gleichgewicht liegt bei einer
Messgenauigkeit von 0,1g. Es besteht die
Möglichkeit einer radialen oder axialen
Bearbeitung. Die axiale Methode findet bei Zweitaktmotoren
Anwendung um Turbolenzen im Kurbelgehäuse zu
vermeiden.
Bei
Kurbelwellen mit freien Massenmomenten werden für
den Massenausgleich spezielle Gewichte, sogenannte
Meistergewichte hergestellt und montiert. Die
Meistergewichte werden für die jeweilige
Kurbelwelle abgestimmt und ausgewuchtet.
Je
nach Aufwand kostet eine Bearbeitung der Kurbelwelle
ab 90.- Euro exkl. Steuer.
Diese
Kurbelwelle wurde wie handelsüblich nur an der
Außenseite ausgewuchtet. Diese Art der Bearbeitung
ergibt eine ungenaue Auswuchtung der innen liegenden
Kurbelwangen. Die übriggebliebene Unsymmetrie
verursachte Schwingungen, und den vorzeitigen
Bruch der Welle. Diese Kurbelwelle wurde nicht in
der Hafner Werkstatt bearbeitet.
Aufbau
der Maschine.
Einstellen
der Parameter.
Testlauf
für die Ermittlung der dynamischen Symmetrie einer
originalen Kurbelwelle.
Neueste Software
garantiert eine Messgenauigkeit von 0,1g.
Original
Suzuki Kurbelwelle vor der Bearbeitung mit einer Unsymmetrie von 14g am
zweiten, bzw. 18g am dritten Zylinder.
Kurbelwelle
ausgewuchtet mit einer Symmetrie zwischen 0,1g -
0,2g.